Basisset BauDich Emotionen

Finn stiftet Unheil

Verstehen, wie das eigene Verhalten sich auf andere auswirkt.

0-30 Min.
Einsteiger
Vorschule
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1. Verknüpfen

(5-10 Minuten)

Erzählen Sie den Kindern, dass Sie ihnen eine Geschichte über Finn vorlesen werden.
Erklären Sie, dass Finn in der Geschichte ein Verhalten zeigt, das dazu führt, dass die anderen Kinder ihm lieber aus dem Weg gehen oder von ihm fernbleiben wollen.

Zeigen Sie den Kindern die Bilder „Finn stiftet Unheil“ aus dem Anhang.

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Lesen Sie die folgende Geschichte laut vor:
Eines Tages tobte Finn wie wild durch den Gruppenraum. Während des Freispiels raste er mit einem Lastwagen durch den Raum und machte dabei viel Lärm. Er sah, dass Lotta und andere Kinder einen hohen Turm mit Bauklötzen bauten.

Finn rammte den Lastwagen in den Turm und brüllte: „Krach! Bäng! Bumm!“

Die Klötze flogen nur so durch die Luft!

Lotta rief: „Finn! Das war gemein!“

Finn ignorierte sie und fuhr mit dem Spielzeuglaster davon.

In der Essenspause lief Finn zum Esstisch, schnappte sich eine große Handvoll Rosinen und stopfte sie alle auf einmal in den Mund. Er ließ keine einzige Rosine für die anderen übrig.

„Ich wollte doch so gern auch ein paar Rosinen“, sagte Lotta traurig.

Später am Tag, als alle anderen Kinder gerade ihre Bastelsachen aufräumten, machte Finn etwas noch Gemeineres: Er nahm einen roten Wachsmalstift und malte auf die Bilder der anderen Kinder Bärte, Hüte und noch einige andere Dinge. Dann betrachtete er die Bilder und lachte über die albernen Gesichter.

Jonas bemerkte, was Finn getan hatte und rief: „Finn! Du hast mein Bild zerstört!“

„Nein, ich hab es nur lustig gemacht!“, entgegnete Finn.

Am Ende des Tages spielte eine Gruppe Kinder auf dem Spielplatz. Finn wollte auch mitspielen.

„Du kriegst mich nicht, lahme Ente!“, rief Finn dem Jungen zu, der gerade „an der Reihe
war“. Der Junge beachtete Finn nicht, lief Lotta hinterher und schnappte sie.

„Fang mich doch“, rief Finn Lotta zu.

Auch Lotta ignorierte Finn.

Finn rannte zu Frau Müller und beschwerte sich: „Keiner will mit mir spielen.“

Geben Sie Impulse durch Fragen wie:
• Warum, denkt ihr, wollten die anderen Kinder nicht mehr mit Finn
spielen?
• Würdet ihr mit Finn spielen? Warum ja oder warum nein?
• Was könnte Finn anders machen, um vielleicht jemanden zu finden, der
mit ihm spielt?

2. Umsetzen

(5-10 Minuten)

Bitten Sie die Kinder, gemeinsam mit einem Bau-Partner zu arbeiten.
Zeigen Sie ihnen noch einmal das Bild zur Geschichte.
Bitten Sie jede Zweiergruppe, Finn oder eine der anderen Figuren aus der Geschichte zu bauen.

3. Begreifen

(2-5 Minuten)

Lassen Sie jede Gruppe mit dem Gebauten etwas aus der Geschichte nachspielen. Bitten Sie die Kinder anschließend, diesen Teil der Geschichte noch einmal zu spielen, doch soll sich Finn diesmal wie ein guter Freund verhalten.

4. Erweitern

(5-10 Minuten)

Erklären Sie den Kindern, dass die Art und Weise, wie sie sich anderen gegenüber verhalten, beeinflusst, wie diese Menschen über sie denken. Um ein guter Freund sein zu können, muss man verstehen, wie sich andere fühlen.

• Erklären Sie den Kindern, dass sie ein Spiel spielen werden, dass „Finde
einen Freund“ heißt.
• Bitten Sie die Kinder, gemeinsam mit einem Bau-Partner ein Kind mit
einem Gesichter-Stein und weiteren Steinen zu bauen.
• Regen Sie sie dazu an, über Körperteile und andere Merkmale nachzudenken (z. B. Kleidung, Schuhe, Hut).
• Zeigen Sie ihnen das Bild zur Geschichte oder die Baukarten im Set al Beispiele.
• Lesen Sie die „Finde einen Freund“-Aufgaben vor und fordern Sie die
Kinder dazu auf, sich alle Modelle anzusehen. Anschließend sollen sie
das Modell finden, das am besten zur jeweiligen Beschreibung passt. Es
dürfen auch mehrere Modelle ausgesucht werden.
• Sprechen Sie darüber, warum die Kinder die Modelle für die jeweiligen
Aufgaben ausgewählt haben. Hinweis: Es können mehrere Modelle zu
einer Beschreibung passen.

„Finde einen Freund“-Aufgaben

Finde einen Freund! Siehst du jemanden, dessen Gesicht dir das Gefühl gibt, dass du ihn oder sie gern kennenlernen würdest?
Finde einen Freund! Siehst du jemanden, der oder die besorgt aussieht?
Finde einen Freund! Siehst du jemanden, der oder die ein paar nette Worte oder eine Umarmung gebrauchen könnte?
Finde einen Freund! Siehst du jemanden, der oder die einsam aussieht?
Finde einen Freund! Siehst du jemanden, der oder die Lust auf etwas Spaß hat?
Finde einen Freund! Siehst du jemanden, der oder die nicht seinen/ihren Willen bekommen hat?
Finde einen Freund! Siehst du jemanden, der oder die etwas Zeit braucht, um sich zu beruhigen?

Lernentwicklung

Durch Beobachten der folgenden Fähigkeiten können Sie besser nachverfolgen, ob die Kinder ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten entwickeln.
• Die Kinder sind in der Lage, zu verstehen, welche Auswirkungen die
eigenen Handlungen auf andere haben.
• Die Kinder sind in der Lage, Konflikte auf angemessene Weise zu lösen.

Unterstützung für Lehrkräfte

Die Kinder beginnen zu verstehen, welche Auswirkungen die eigenen Handlungen auf andere haben.

Basisset „BauDich Emotionen“

Die Kinder sind in der Lage, zu verstehen, welche Auswirkungen die eigenen Handlungen auf andere haben.
Die Kinder sind in der Lage, Konflikte auf angemessene Weise zu lösen.